US-Rider Shawn Watson und Collin Harrington im Interview PDF 
Geschrieben von: Benjamin Wiedenhofer   
Montag, 08. Juni 2009 um 15:07 Uhr

Nachdem Shawn Watson und Collin Harrington bereits bei Red Bull Wake The Line mit am Start waren, gingen sie bekanntlich auch mit dem Team Liquid Force ein paar Tage auf den Trip Across Germany. Die Chance für ein Interview haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und es uns daher in Schwandorf nach dem shredden zusammen in den LF-Tour-Truck gesetzt und ein bisschen mit ihnen unterhalten. Über das Leben als Pro, LF, Deutschland und noch einiges mehr. Was dabei raus kam könnt Ihr hier lesen.

Shawn Watson und Collin Harrington

 

Servus Jungs. Wir wollen Euch heute für unser Magazin interviewen, damit die deutschen Leser mal einen kleinen Einblick in das Leben der nur aus den Medien bekannten Pro-Rider aus den Staaten bekommen. Schließlich haben wir hier nicht oft die Chance, mit Jungs wie Euch zu quatschen.

Stellt Euch bitte kurz vor. Wo kommt Ihr her, wo wohnt Ihr im Moment?

Collin:  Ich bin Collin Harrington, 26 Jahre alt und ich lebe in Orlando, Florida.

Shawn: Bei mir ist es genau das gleiche wie bei Collin. Gleich alt und gleicher Wohnort. Der Unterschied ist nur: ich heiße Shawn Watson. Haha.

Mit wem fahrt Ihr an Eurem Homespot?

Collin: Ich wohne mit Clay Fletcher zusammen in einem Haus, Erik Ruck wohnt in der gleichen Straße, daher fahr ich viel mit den beiden. Shawn wohnt nur 10 Minuten entfernt, daher fahren auch wir ab und an zusammen. Sind also einige Leute.

Shawn: An dem See an dem ich lebe, wohne ich zusammen mit Chris O´Shea. Chad Sharpe wohnt ein paar Meter weiter am gleichen See, oder ich fahr rüber zu Collin oder nach Clermont um mit den Jungs dort, also Shane und Parks Bonifay, Danny Harf und allen, die dort ihren Spot haben Spaß zu haben. (Anm. d. Red.: mit all den Jungs, die wir nur aus Filmen, Youtube und Magazinen kennen und die den Sport so geprägt haben! Klar, dass das pusht!)

Collin: Wir sind alle gute Freunde und fahren daher zusammen, wann immer es geht.

Ihr seid beide Pro-Wakeboarder. Wir haben hier in Deutschland nicht viele Jungs, die sich selbst absolute Profis nennen können, sprich nur vom Wakeboarden leben. Vermutlich weil die Industrie und der Sport hier nicht bekannt genug ist. Wie ist das bei Euch? Seid Ihr 100% Pros?

Collin: Ja. Mittlerweile bin ich zu 100% Pro-Wakeboarder. Ich habe hart dafür gearbeitet, um dort hinzukommen! Ich hatte viele Nebenjobs um immer trainieren zu können, aber letztlich hat es sich ausgezahlt.

Shawn: Ich bin seitdem ich 16 Jahre alt bin Profi. Bis dahin musste ich nicht wirklich arbeiten, da ich jung genug war, um von meinen Eltern unterstützt zu werden. Mit 18 hatte ich dann schon Sponsoren wie Liquid Force, einen Klamotten-Sponsor, einen Boot-Sponsor und diese Sachen, die dafür verantwortlich waren, dass ich recht gut verdient habe, seitdem ich 16 bin. Also die letzten zehn Jahre. Somit muss ich zugestehen: Ich hatte noch nie einen “richtigen” Job. (grinst)

Gibt es viel Pro-Rider in den Staaten, oder sind es nur ein paar?

Collin: Es sind nicht sonderlich viele, die komplett vom Wakeboarden leben können.

Shawn: Ich würde mal schätzen zumindest 20, die nur davon leben.

Diese Zahl überrascht mich dann schon. Ich sitze gerade mit 2 von insgesamt circa 20 Profis im LF-Truck und kann mit ihnen quatschen. Selbst wenn es gesamt 40 wären, wäre die Zahl immer noch geringer, als ich dachte und wenn ich so drüber nachdenke, klingt das schon abgefahren.

Erzählt uns mal bitte, wie der typische Tag eines Pros aussieht. Geht alles nur ums Wakeboarden, Fotoshootings, Filmen und Contests, oder was sind sonst noch so Eure Aufgaben?

Shawn: Das hängt ganz vom Tag ab. Wenn es ein warmer sonniger Tag ohne Wind ist, dann sind wir den ganzen Tag auf dem Wasser, wenn es eher verregnet und windig ist, suchen wir uns Alternativen.

Collin: Es gibt noch viel Arbeit, die als Nebenprodukt anfällt. Emails, Telefonate und andere Sachen wie zum Beispiel die Tour hier.

Wieviele Tage seit Ihr im Schnitt in der Woche auf dem Wasser?

Collin: Fünf Tage die Woche?!

Shawn: Ja. Mindestens.

Collin: Wenn wir wollen auch 6 oder 7. Ich meine, wir sind in Florida, dort ist quasi immer Sommer.

Shawn: Ich reise auch sehr viel. Während der Saison bin ich nur unter der Woche mal Zuhause. An den Wochenenden steht immer etwas an. Und Saison bedeutet, ungefähr von April bis Juli oder August. Da sind dann Contest, Trips wie dieser hier oder bald geht es wieder für zwei Wochen an den Lake Powell für den LF Fotoshoot (Anm. d. Red.: man hat es schon schwer als Pro!). Viel so Sachen.

Collin: Ja. Schöne Sachen, aber wir reisen echt ziemlich viel und können daher auf Grund dessen, dass wir viel Zeit auf der Straße oder im Flieger verbringen, gar nicht so viel wakeboarden gehen wie wir eigentlich möchten.

12 Monate Saison klingt schon verlockend und dann immer für die eine Sache unterwegs sein. Was bedeutet es für Euch, Teil der Liquid Force Family zu sein?

Collin: Als ich aufgewachsen bin, war LF immer die Firma auf die ich geschaut habe und daher war es immer mein Ziel eines Tages zur Family dazu zu gehören und es ist ziemlich cool, dass ich seit einiger Zeit dazu gehöre. Wir sind eine feste Gruppe, die einfach gern zusammen fährt, abhängt und Spaß miteinander hat. Was es letztlich wirklich gut macht, ist, dass alle so zusammenarbeiten.

Shawn: Ich bin seit 12 Jahren im Team, daher weiß ich nicht wirklich, wie es ohne das Team ist. Es ist einfach eine gute Zeit, viel neues Zeug, viele Veränderungen, viele Erfahrungen.

Gebt mir drei Wörter warum Ihr liebt, was Ihr tut.

Collin: Fun, Babes... (Collin lacht schelmisch und vergisst dabei das dritte Wort!)

Shawn: Good times on the water! Hmmm. Das sind zu viele?! (Anm. d. Red.: “on the” sind nur Bindewörter, also lassen wir das durchgehen) Collin stimmt zu.

Wir wissen, dass die meisten Pros aus den Staaten hauptsächlich am Boot fahren. Was ist der Grund dafür?

Collin: In den Staaten haben wir einfach nicht so viele Cables und daher ist es wesentlich einfacher am Boot zu fahren. Wir haben so viele Seen mit Booten, die es ermöglichen am Boot zu Fahren. In Deutschland ist es das gleiche, nur eben genau andersherum, hab ich den Eindruck.

Aber die Spritpreise steigen auch bei Euch und es sind viele Cables geplant. Denkt Ihr, dass durch die wachsende Zahl auch mehr Jungs aus den Staaten am Cable fahren werden?

Shawn: Ist schwer zu sagen. Das dauert vermutlich eine lange Zeit, weil jeder so sehr daran gewöhnt ist, die Möglichkeit zu haben, am Boot zu fahren. In der Gegend um Orlando zum Beispiel, gibt es über 100 Seen und überall stehen Boote, daher gibt es für jeden die Möglichkeit am Boot zu fahren. Im Gegenzug sind es aber nur eine handvoll Cables in ganz Florida. Bis vor kurzem waren es meine ich nur 2, mittlerweile sind es immerhin 4 oder 5, zu denen die Leute gehen können. Allerdings passiert in diesem Bereich im Moment recht viel. Cable und Boot sind so unterschiedlich. Ich würde fast sagen, es ist komplett unterschiedlich, bis auf die Obstacles, die man hier wie dort gleich fährt. Der Weg, wie man Tricks am Cable macht, ist komplett anders, als am Boot. Das soll nichts gegen das Cable sein, ganz im Gegenteil, die Jungs machen teilweise die gleichen Tricks, aber man kantet eben komplett anders, als man dies am Boot tut. Oh, sorry. das war nicht Deine Frage?! (grinst)

Ich bin sehr glücklich, dass Du das sagst, denn es gibt immer wieder die Diskussion, dass Tricks, die das erste mal am Cable gestanden wurden, ja gar nicht neu sind, da sie bereits seit Jahren am Boot hingestellt werden. Ich vertrete allerdings auch die Meinung, dass man da schon sehr differenzieren muss.

Collin: Ja, das stimmt. Das ist schon etwas ganz anderes!

Bevor wir hier eine Diskussion anfangen weiter zum nächsten Thema. Ihr habt beide neue Filme, die man schon oder bald kaufen kann. Erzählt uns, was besonders an beiden ist und warum man ihn kaufen sollte? Schließlich sind in Deutschland Cable-Filme wohl beliebter. Wodurch könnt Ihr überzeugen?

Collin: An „Box Of Fun“ arbeite ich bereits seit 3 Jahren mit all den Jungs, mit denen ich immer so abhänge. Wie Chris O´shea, Shane Bonifay, Clay Fletcher, Erik Ruck, Kevin Henshaw, Shawn Watson und ich natürlich. Der Film ist nicht so ernst, wie heutzutage viele Filme sind, sondern wir versuchen den Spaß zurück zu bringen und zeigen die Dummheiten, die wir machen und die uns zum lachen bringen. Ich hab den Film in einer kleinen Premiere in Langenfeld gezeigt und alle haben die ganze Zeit gelacht. Ich denke Comedy ist in allen Ländern ziemlich ähnlich und wir wollen einfach den Spaß zurück bringen.

Collin fährt nicht nur extremst gut, sondern filmt und fotografiert auch

Und was sagst Du über „Out Of The Pond“, Shawn?

Shawn: Das ist ein Film, der meine ich gar keine Cableszenen zeigt, allerdings hat er auch relativ wenige Bootsszenen. Der Name soll bedeuten, „weg vom gewöhnlichen“ und soll nicht das traditionelle Wakeboarden zeigen. Oh. Da fällt mir ein. Wir waren auf den Philippinen und haben am CWC gedreht, allerdings vor allem Winchszenen und Szenen in Wellen am Meer. (Shawn schaut selbst etwas verwirrt) Um es zu veranschaulichen. Mein Part dauert circa vier Minuten und davon ist maximal eine Minute Szenen am Boot und der Rest sind verschiedenste Sachen. Das, was man normalerweise nicht beim Wakeboarden sieht und vielleicht auch nicht damit verbindet. Ziemlich cool, wie ich finde!

Klingt gut. Ich bin gespannt! Impact war der Film, der in Deutschland am meisten Aufmerksamkeit erweckte. Vermutlich auch weil er an deutschen Spots, mit vielen deutschen Ridern und von einem deutschen Filmer und Regisseur, Chris Grüner, produziert wurde. Habt ihr den Film bevor Ihr ihn heute Mittag gesehen habt schon gekannt, oder davon gehört?

Collin: Ich hatte davon gehört und seitdem ich in Deutschland bin haben viele Leute drüber gesprochen, aber heute Mittag hab ich ihn das erste mal gesehen. Ich war ziemlich beeindruckt von der Action, der Filmarbeit und vom Schnitt. Das ist alles sehr gut gemacht!

Aber der Film ist in den Staaten nicht bekannt?

Collin: Nein. Ich würde sagen nicht. Also ich kannte ihn nicht, aber in der Cableszene ist er sicherlich bekannt. Nur ist die eben so klein bei uns, wie bei Euch die Bootszene.

Dann nehmt Euch eine DVD mit, noch sind welche zu bekommen! ;) Kommen wir zur Hardware. Warum sollte jemand Dein Board kaufen, Shawn? Viele haben es heute getestet, also scheint es recht beliebt zu sein.

Shawn: Ja. Viele haben es getestet. Das hat mich auch ein bisschen stolz gemacht. Das ist das vierte Jahr, dass ich diesen Shape habe und es ist eines der Bestseller Signature Boards von Liquid Force und das schon von Beginn an, was wohl bedeutet, dass die Leute es einfach mögen. (Shawn hat einen dicken stolzen Grinser im Gesicht) Ich mag es, weil es seine Wurzeln in meinem Vorgänger Pro-Modell hat, welches das Substance war. Wir haben es nur etwas aggressiver gemacht, indem wir die Molded-Finnen einfließen haben lassen und die Channels zwischen die Molded-Finnen designed haben und dann hat es eine Art Bauch in der Mitte, der weichere Landungen ermöglicht. Mein letzter Shape hatte ziemlich harte Landungen zur Folge, aber ich wollte ein Board, mit dem jeder zurecht kommt. Jeder soll damit jibben, vom Beginner bis zum professionellen Level. Und durch die LTD Edition mit der Grindbase ist es optimal, wenn man hauptsächlich am Cable fährt und daher viel Obstacles shreddet, da hier das normale Brett natürlich schneller leiden würde.

Shawn rockt die S-Box auf seinem Signature-Setup
 

Fährst Du die LTD Version oder die normale?

Shawn: Kommt drauf an, wo ich fahre. Wenn ich am Cable bin, fahr ich das LTD oder mein Press-Board. Wenn ich am Boot fahre oder einen Contest am Boot, dann nehme ich mein normales.

Zu Dir Collin. Wieso fährst Du dann kein Watson, wenn das so überzeugt?!

Collin: (lacht) Weil ich mein eigenes habe: das Groove. Ich versuche Jimmy (Anm. d. Red.: Jimmy Redmond, einer der Köpfe von LF) davon zu überzeugen nächstes Jahr zumindest für den europäischen Markt eine LTD Edition rauszubringen, weil diese Versionen so populär sind. Dann würde es noch besser auf Rails halten, denn es ist ein gutes Railboard, aber die Grindbase würde das Board schon nochmal aufwerten.

Also sollte man drauf warten?!

Collin: Ich leg mich fest. Es wird nächstes Jahr eins für Euch geben. Haha.

Collin "missbraucht" das Rail für einen stylischen Wallride

Würde uns nicht wundern, schließlich haben wir schon auf Deinem Board gesehen, dass es eine Sonderanfertigung mit Grindbase bekommen hat. Lasst uns über Deutschland oder Europa reden. Was wisst Ihr über unsere Szene?

 Collin: Das einzige was ich weiß ist, dass es nicht sonderlich viel Bootsfahrer gibt, also hauptsächlich Cablewakeboarding. Gestern waren wir an einem Ort (Anm. d. Red.: LF TAG Stop in Maintal bei Frankfurt) der einer der bekannteren Bootspots sein soll, aber auch dort ist es nur eine kleine Community.

Also ist es Dein erster Kontakt mit der deutschen Szene?

Collin: Hmmm. Naja. Ich war vor vier Jahren schon mal hier, aber da waren wir nicht am Boot, sondern nur am Cable.

Shawn: Ich bin das erste Mal seit 10 Jahren wieder hier und daher ist alles neu für mich. Vor allem die Rider, da man generell von der europäischen Cableszene bei uns in den Staaten nicht viel erfährt. Es gibt ein paar Rider, die ich kenne, aber die meisten waren mir neu. Wenn ich sie jetzt wieder sehe, werde ich mich an die Gesichter erinnern, denn es gibt wirklich viele gute Jungs hier.

Collin: (unterbricht) Nico!!! (Anm. d. Red.: Nico von Lerchenfeld)

Shawn: Viele Neulinge für uns, die mit Sicherheit in Zukunft ordentlich mit rocken werden.

Collin: Ich bin ein großer Fan von Nico. Er ist sooo stylisch! Er denkt auf die richtige Art und Weise und hat sicher noch viel vor sich!

Zumindest von Nick Davies solltet Ihr schon mal gehört haben. Eigentlich ein Cable-Rider, der aber mittlerweile auch ordentlich am Boot rockt. Ich würde Ihn im Moment als DEN Rider im Business bezeichnen. Wie ist seine Popularität in den Staaten?

Shawn: Ja. Er ist ein sehr talentierter Fahrer.

Collin: Ich hab ihn noch nicht am Boot fahren gesehen, aber ich habe gehört, dass er richtig gut ist.

Ist er noch nicht bekannt in den Staaten?

Shawn: Doch, doch.

Collin: Mehr am Cable, aber die Leute hören und erzählen auch immer mehr von seinen Fortschritten am Boot. Also, er ist schon bekannt.

Welche Namen aus Europa kennt Ihr sonst noch?

Shawn: Naja. Nick Davies eben. (dann denken beide nach) Cyril Cornaro weiß ich noch von früher, aber sonst fällt mir spontan niemand ein. (Collin stimmt nachdenklich nickend zu)

Hmm. Da merkt man mal wieder, wie wenig Aufmerksamkeit unsere europäische Szene in den Staaten bekommt. Schade eigentlich, denn wir haben schon einige Rider, die derbe rocken. Natürlich vor allem am Cable. Zur nächsten Frage. Ihr wart beide bei Red Bull Wake The Line. Was denkt Ihr darüber? Ist das die Zukunft unseres Sports? Hat es Euch gefallen?

Shawn: Das ist sicher die Zukunft des Sports! Vor über 5000 Leuten und die dann auch noch so nah am Geschehen. Dann die Möglichkeit durch das Sysem-2.0, also das hin- und zurückfahren, das eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Die Rails dieses Jahr waren ganz anders als die vom letzten Jahr, die ich zuvor in Videos gesehen hatte. Und dann die Quaterpipe! Es sind ja schon viele Walls usw gebaut worden, aber die war wirklich beeindruckend und die beste Quaterpipe, die jemals gebaut wurde! (man merkt, dass Shawn das wirklich aus voller Überzeugung sagt!)

Seid ihr zuvor schon mal eine Quaterpipe gefahren?

Collin: Vor langer zeit einmal, aber das war nicht so gut. Das System-2.0 wird das Wakeboarden verändern! Es wird dem Sport viel weiterhelfen und ist eine sehr gute Sache.

Collin an der Quaterpipe bei Red Bull Wake The Line

Jetzt seid Ihr mit LF Deutschland auf Tour. Wie ist das? Was habt Ihr erwartet? Habt Ihr mit Kevin und Mike davor über deren Erfahrungen gesprochen?

Shawn: Ja, die hatten eine gute Zeit.

Collin: Sie zeigten uns viele Bilder, zum Beispiel von der S-Box. Ein solches Obstacle hatte ich zuvor nie gefahren und ich war sehr gespannt darauf. Nicht umsonst, wie ich heute hier in Schwandorf feststellen konnte!

Shawn: Wir waren gespannt, all die guten Parks zu shredden, die Rails, von denen wir viel hörten und die tollen Cable-Spots zu sehen. Die Cables in den Saaten haben keine so schönen S-Rails wie hier. (grinst wieder)

Was gefällt Euch an unserem Land? Ich war vor einem Jahr mit ein paar Kanadiern von Sattelyte Wakeskates unterwegs und die liebten unser Bier und die historischen Städte.

Collin: Ihr habt tolles Bier. Aber naja. Ich mag die ganzen Cables mit den all den guten Obstacles und es ist einfach ein schönes Land. Es ist so anders als in den Saaten, es ist schön etwas Neues zu sehen, andere Kulturen kennenzulernen und das ist das Beste am Wakeboarden, das Reisen! (Shawn stimmt zu)

Zurück zu Euch. Was sind Eure Pläne für die Zukunft? Wo seht Ihr Euch nach Eurer Wakeboard Karriere in, sagen wir 10 bis 20 Jahren?

Shawn: Vermutlich irgendwo in der Industrie. Mal schauen, wie es kommt.

Collin: (nickt) Ja. Ich will dem Sport auch treu bleiben. Wird sich zeigen, wie das dann genau aussieht?!

Die letzte Frage. Was sollen unsere Leser auf jeden Fall von Euch in Erinnerung behalten?

Shawn: Ich möchte Spaß und eine gute Zeit haben! Und ich möchte nach Deutschland zurück kommen, am besten schon nächstes Jahr zu Wake The Line.

Collin: Yeah. Wir kommen wieder! Und dann mit noch mehr Leuten! Achso. Und vergesst nicht. Checkt unsere “Box Of Fun”!

Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit für das Interview genommen habt. Es war mir eine Ehre mit den Jungs zu sprechen, von denen wir normalerweise nur Filme oder Bilder in Magazinen sehen, maximal noch deren Signature Boards fahren, die aber sonst ziemlich weit weg für uns sind. Aber jetzt kann ich sagen. Ihr seid auch einfach nette Jungs, die das gleiche wie wir lieben und leben. Den Wakeboardsport! Viel Glück, Gesundheit und Erfolg für die Zukunft. Auf dass wir noch einiges von Euch hören und vielleicht läuft man sich ja mal wieder über den Weg. Ach ja. Euch heut hier in Schwandorf auf dem Wasser zu sehen, hat mich ziemlich beeindruckt.

Besonderen Dank an Shawn, der sich trotz seiner Erkältung interviewen ließ. Wie es auf der Tour noch weiter ging, konntet Ihr ja im Tagebuch nachlesen. Wir hoffen drauf, dass wir weiterhin von Zeit zu Zeit die Chance haben, auch mit Jungs aus den Staaten über unseren Sport zu reden, denn man merkt in jedem Gespräch, dass dort das Ganze doch recht anders abläuft als bei uns, aber eben das macht es immer wieder interessant.

 

 

Text: Benjamin Wiedenhofer
Fotos: Flo Meeh, Patrick Prill & Benjamin Wiedenhofer
 
 
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